Sonntag, 21. Februar 2016

Gastfenster (IB Laursen) auf der Formland

Anfang Februar machte ich mich auf den Weg, skandinavische Trends zu entdecken.
Im dänischen Herning fand die nordische Designmesse 'Formland' statt.
Ich habe mich riesig gefreut, die von Amalie (Amalie loves Denmark) organisierte Tour, zusammen mit anderen Bloggerinnen, mitfahren zu dürfen. Sehr spannend, wenn man Bloggerinnen, die man schon lange virtuell kennt, persönlich kennenlernt.
Gespannt bin ich seit der Fahrt übrigens auf Amalies neues Buch (Dänisches Wohnglück), welches am 21.03.2016 erscheinen wird, jetzt wo ich so viel von der Entstehungsgeschichte gehört habe.
Die Formland-Messe, die zwei mal im Jahr stattfindet, spiegelt die dänische Gemütlichkeit, Entspanntheit und die gute Organisation wieder.
Bei der diesjährigen Frühlingsmesse traf der Norden auf Japan (wer auf Instagram meinen Besuch verfolgt hat, dem ist das bestimmt aufgefallen). Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich meiner Meinung nach dieser Trend fortsetzt.

Mir persönlich hat es am besten im Newcomer-Messeteil gefallen. Ich mag es, neue, noch sehr kleine Labels, zu entdecken.

Der Klassiker Maileg ließ natürlich auch mein Herz höher schlagen.

Mein Trendprodukt Nummer 1 auf der Formland-Messe waren die Grafiken von Kortkartellt.
Es war sehr schön von der Grafikerin Christina die Entstehung von Kortkartellt zu hören. Vor ein paar Jahren wollte sie nur ihr neues Wohnzimmer mit zwei grafischen Karten verschönern. Ihr Mann motivierte sie weitere Karten zu entwerfen. Es folgte ein Internetshop.
Im Sommer stand ich in Kopenhagen in ihrem Geschäft. Dort verliebte ich mich in ihre Grafiken. Nur leider wusste ich nicht, wie ich eine Posterrolle tagelang unbeschadet mit dem Fahrrad transportieren sollte. Deshalb bin ich jetzt erst Besitzerin von zwei Grafiken. 
Wer errät, welche Stadt bzw. welches Land ich mir ausgesucht habe?

Notiz an mich: Beim nächsten Formlandbesuch möchte ich Zeit für die Blumen-Messehalle haben, die diesmal zu kurz gekommen ist.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Grünflächenpatenschaft in Aachen


Bei uns an der Ecke ist, wie an vielen Straßenecken in der Stadt, eine Grünfläche, die bis vor kurzem vor sich hin vegetierte. Das Gestrüpp sammelte leere Jägermeisterflaschen und Betonfußteile von einem entfernten Straßenschild.
Da hatten es andere Grünflächen besser, um die kümmerten sich Paten, wie man aus den aufgestellten Schildern schließen konnte.


Doch wie funktioniert eine solche Patenschaft? Die Internetseite der Stadt Aachen ist für Informationen nicht sehr hilfreich. Dort ist unter anderen die Rede von der Pflege einer Baumscheibe (eine abgesägte Scheibe vom Baumstamm?) und es werden eine sehr umfangreiche Zuständigkeiten aufgezählt. Auch das städtische Callcenter hat keinen Überblick.



Mit einer E-Mail erreichte ich entsprechende Ansprechpartnerin und ganz schnell war mir die Patenschaft unserer Ecke übergetragen. Alles easy, der Pate kümmert sich in Zukunft um die Grünfläche, als wäre es der eigene Garten. 
Frau Grünflächenpflege sorgte für die schnelle Umsetzung, die sehr radikal ausfiel. Die Stadt entfernte alles bis auf den großen, Jahre alten Baum und hinterließ dafür ein Schild: Für diese Grünfläche haben Bürger eine Patenschaft übernommen. So wurde also im Handumdrehen aus der Ecke eine Hundetoilette geschaffen.


Nach den Herbstferien habe ich die Hundetoilette in eine Spießerecke umgewandelt. Während ich Hunderte von Blumenzwiebeln in den Boden versenkte, verwickelte ich mich in ganz viele Nachbarschaftsgespräche, die Zeit verging wie im Fluge. Und am Ende musste ich den Rollrasen, der seit morgens in meinem Auto wartete, am späten Abend verlegen.

Für die Hundehaufenbeseitigung habe ich ein Tütenspenderhäuschen aufgestellt. Erstaunlicherweise sind die Tüten immer sehr schnell aufgebraucht, aber dafür sind nur noch ganz, ganz selten Hundehaufen auf dem Grün.

Nun forderten mich nur noch die Autoparklegastheniker heraus. Einmal über die Spießerecke abgekürzt parken und schon wachsen da demnächst keine Blumen mehr? Ha, an der Ecke stehen nun in Mützen eingemummelt Zaunpfähle!



Notiz an mich: Sollte es mir langweilig sein und ich mich einsam fühlen, muss ich nur mit einer Schaufel zur Grünfläche an die Ecke!