Dienstag, 24. März 2015

Sag mir, wie du wohnst.

Virtuell besuche ich gerne Zizy’s bunte Welt,  Ziel=z hoch 3. Überall springen Zizynauten herum (zwei davon übrigens auch bei mir). 
Aber auch ihr nicht virtuelles Leben ist nicht unbunt und langweilig, bei der großen Familie.
 Zizy hat mir Wohnfragen gestellt (da schneite es bei ihr noch) und die beantworte ich nun:

Fragen zu deinem zu Hause:
1. Wo ist dein liebster Platz zum Entspannen?
Das ist wohl auf einem der Kompromisssofas, wenn ich wetterbedingt nicht gerade draußen sitzen kann. Insgesamt haben wir drei der gleichen Sorte im Haus verteilt. Und da die Sofas von allen sehr geliebt werden, kommt es abends oft vor, dass ich erst mal ein freies suchen muss.
Als wir aus unserer kleinen Studentenwohnung auszogen (wir waren da schon zu viert), sahen wir uns nach Sofas um. Immer wenn wir eins fanden, welches Herrn H. und mir gefiel, war es der berühmte goldene Griff. Es endete letztendlich mit dem Kompromiss aus dem schwedischen Möbelhaus. Schließlich hatten wir kleine Kinder, da tun Flecken auf einem Edelsofa weh. Später, wenn die Kleinen groß sind, können wir uns ja noch mal umschauen (so dachten wir).
Für mein Wohlbefinden müssen Sofas übrigens symmetrisch sein. Die sog. Wohnlandschaften finde ich unsympathisch.
Der Kompromiss hat sich mit den Jahren vermehrt, da man gut sitzen, aber auch lümmeln und zu Not auch drauf schlafen kann. Für die Sofas (wie übrigens für alle anderen schwedischen Möbelhaus-Sofas auch) gibt es viele verschiedene Sofabezüge bei Bemz.
      2.  Hast du ein Farbkonzept für deine Räume?
Im ersten Moment würde ich sagen Nein.
Wenn wir in letzter Zeit ein Zimmer renovieren, versuche ich vieles weiß zu halten (KLICK). Unser Haus hat ja recht viele Zimmer, die wir gerne untereinander tauschen. Da ist es schon praktisch, wenn Dinge, die in der Regel im Zimmer bleiben, also die Lampe an der Decke, das Rollo/der Vorhang, der Schrank, der Bodenbelag, neutral sind. So kann dann ganz schnell aus einem Mädchen-Kinderzimmer ein Papa-Arbeitszimmer werden.

Superinteressant ist das Farbkonzept von unserem Eltern-Schlafzimmer! Eine Wohnstilberaterin würde sich wahrscheinlich schütteln. Die Wände habe ich damals für die Kindergartenmädchen gestrichen. Mit dem grasgrünen Boden sieht das immer noch klasse aus, oder? ;-)
     3. Welchen Wohnstil bevorzugst du?
Ich bevorzuge das Gegenteil der Eicherustikaleinbauschrankwand (mit Perserteppich in der Mitte) -Liebhaber. Menschen, die so einen Stil mögen, würden sich in unserem 145 Jahre alten Haus, mit knarzenden, schiefen Böden aber auch nicht wohlfühlen, oder?
Ich mag es gerne skandinavisch, zusammengewürfelt alt mit neu. Die alten Möbel, die in unserem Haus stehen, haben alle eine Geschichte. 
Von einem IKEA-Möbelstück kann ich mich leicht trennen, aber von den alten Möbelstücken? Oha!

4. Was würdest du für deine Wohnung immer selber kreieren wollen?
Bettüberwürfe.

5.     Was ist dein Lieblingsmöbel?
Mein Lieblingsmöbel ist der alte Küchenschrank. Vor über 25 Jahren war der Schrank das erste Möbelstück, welches Herr H. und ich zusammen gekauft haben.
5. Wie zauberst du wohnliche Beleuchtung?
Erste hansonsche Regel: (Wie übrigens auch in Skandinavien) in der dunklen Jahreszeit muss im Haus immer ein wenig Licht leuchten und das vor allem, wenn noch ein Hausbewohner unterwegs ist! 
Ein Leuchtturm leuchtet ja schließlich auch den Weg in den Heimathafen, oder?

Und ganz ehrlich: Ich trauere der guten alten Glühbirne hinterher! Die hat wenigstens, ohne dass man sich einen Kopf machen musste, ein anständiges Licht hergegeben.

In manchen Lampen sehen Energiesparleuchten (und auch LED-Leuchten) einfach sch ... aus.
Der arme Herr H. traut sich schon gar nicht mehr Leuchten auszutauschen, weil er es nicht mehr hören kann: „Vorher war das Licht viel wärmer.“ 
Ist leider so.

Aber noch mal zurück zur dunklen Jahreszeit: In vielen Fenstern stehen dann Leuchten (wie beispielsweise hier KLICK) und es werden auch sehr oft Kerzen angezündet.

7. In welcher Umgebung lebst du?
Ich wohne mit meiner sechsköpfigen Familie mitten in der Stadt, in einem Haus aus der Gründerzeit (KLICK).
In ein altes Haus muss man sich einpassen können, aber das ist glaube ich auch das, was ich liebe.
Auch wenn ich es nicht tagtäglich nutze, das Wissen, dass Kino, Theater, Gastronomie, Geschäfte etc. in unmittelbarer Nähe sind, macht für mich einen großen Teil der Wohnqualität aus.

Mitten in der Stadt wohnen bedeutet natürlich auch, nicht immer einen Parkplatz vor der Tür vorzufinden. Deshalb haben wir seit Weihnachten eine Magnettafel. Auf ihr sind die Straßen der Umgebung abgebildet und unsere Autos (in Spielzeugformat) haften dort, wo sie gerade parken.
Drei Fahrzeuge bei vier Fahrern, da kamen wir schon mal ans Suchen.